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Frankreich

Diese Schlagwort ist 3 Beiträgen zugeordnet

Pierre Assouline: Die Kundin

Pierre Assouline taucht mit diesem Roman ein in das „Goldene Zeitalter der Denunziation“, das in Frankreich unter der deutschen Besetzung im Zweiten Weltkrieg ausgebrochen war. Diese Zusammenarbeit der Franzosen, sowohl staatlicher Stellen wie auch der von Privaten, mit den Deutschen, ist ein dunkles Kapitel der französischen Geschichte, ein Abschnitt, an den sich zu erinnern den Franzosen auch heute noch schwerfällt. Sie muss ein erhebliches Ausmaß angenommen haben, so dass die deutschen Behörden schon gar nicht mehr alles lasen, denn der Erzähler in Assoulines Geschichte findet bei seinen Recherchen massenhaft ungeöffnete Briefe von Franzosen an die Besatzungsbehörden. Weiterlesen

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Irène Némirovsky: Suite française

„Mein Gott, was tut dieses Land mir an?“ Irène Némirovsky war Kind gutsituierter Juden in Kiew, wo sie 1903 geboren wurde. Sie, die zu Hause ungeliebt war und vernachlässigt wurde, begann früh zu schreiben, in die Welt der Gedanken und Worte zu wechseln. In der russischen Oktoberrevolution 1918 nutzte die Familie die Gelegenheit zur Flucht, vorerst nach Finnland, später dann ließen sie sich in Paris nieder. Dort veröffentlichte Némirovsky Bücher und wurde zur anerkannten Schriftstellerin, die das Leben und die Gesellschaft liebte.

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Tatiana de Rosnay: Sarahs Schlüssel

Sarahs Schlüssel ist kein historisches Werk. Nein, es ist ein sehr bewegender, unglaublich spannender und wichtiger Roman gegen das Vergessen und für das Erinnern an ein dramatisches historisches Ereignis in Frankreich, bzw. in Paris: die Zusammentreibung der Juden im Vélodrome d’Hiver, kurz genannt Vél d’Hiv, am 16. und 17. Juli 1942.

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