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Sachbuch

Diese Kategorie enthält 7 Beiträge

Gershom Gorenberg: Israel schafft sich ab

Über kaum einen Konflikt wird so viel und so kontrovers diskutiert wie über den Nahostkonflikt – gerade in Deutschland mit seiner historischen Verantwortung für den Staat Israel. Aber wie immer sind es die Menschen, Israelis und Palästinenser, die einen hohen Preis für diesen Konflikt bezahlen. Nun ist ein Buch des orthodoxen Juden Gershom Gorenberg erschienen, eines der renommiertesten Experten für den Nahostkonflikt und die Geschichte Israels. Eines Israels, aus dem er „mit gespaltener Seele“ schreibt. Denn so wie er selbst ist auch sein geliebtes Land „gespalten zwischen seinen religiösen Idealen und religiösem Fanatismus“.

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Rachel Shabi: Wir sehen aus wie der Feind. Arabische Juden in Israel

Mit ihrem ersten Buch hat die aus einer Familie irakischer Juden stammende, in Israel geborene und in England aufgewachsene Journalistin Rachel Shabi einen Konflikt beschrieben und in seinen historischen Dimensionen gezeigt, der den Staat Israel und seine Gesellschaft prägt und quält seit seiner Gründung. Die Rede ist von dem Verhältnis zwischen den Juden, die aus Europa stammen, den sogenannten Aschkenasim, und den orientalischen Juden, die Misrachim genannt werden. Wurzeln die ersten in der europäischen Kultur und Tradition, haben die zweiten ihre kulturellen Wurzeln in den Gesellschaften der arabischen Länder des Nahen Ostens.

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Dana Giesecke, Harald Welzer: Das Menschenmögliche. Zur Renovierung der deutschen Erinnerungskultur

Über viele Jahrzehnte hat sich in Deutschland eine Erinnerungskultur etabliert, die auch nach der Wiedervereinigung 1990 erst einmal stabil blieb. Das formalisierte und extrem ritualisierte Gedenken an den Nationalsozialismus und den Holocaust wurde zum ersten Mal mit großen Medienecho in Frage gestellt von Martin Walser, als er bei der Verleihung des Friedenspreises des Deutschen Buchhandels 1998 Folgendes sagte:

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Stanislaw Lem: Provokation

Als Band 740 erschien 1982 in der altehrwürdigen Bibliothek Suhrkamp ein kleines Bändchen mit einem Essay des polnischen Gelehrten Stanislaw Lem, in dem dieser das fiktive Werk des (ebenfalls fiktiven) deutschen Anthropologen und Historikers Horst Aspernicus, Band 1: Endlösung als Erlösung und Band 2: Fremdkörper Tod, bespricht. Von diesen beiden Bänden will ich hier kurz auf den ersten eingehen. Thema der Arbeit Aspericus ist die Genese und die Einordnung des Völkermords im Allgmeinen und insbesondere des Nationalsozialismus an den Juden.

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Andrea von Treuenfeld: In Deutschland eine Jüdin, eine Jeckete in Israel

Andrea von Treuenfeld, geb. 1957, hat in Münster Publizistik und Germanistik studiert und nach einem Volontariat bei einer Tageszeitung lange als Kolumnistin, Korrespondentin und Redakteurin für namhafte Printmedien, darunter Welt am Sonntag und Wirtschaftswoche, gearbeitet. Heute lebt sie in Hamburg und schreibt als freie Journalistin Biografien und Reportagen mit dem Schwerpunkt Israel, das sie regelmäßig bereist, seit sie Ende der siebziger Jahre zum ersten Mal in einem Kibbuz lebte und dort Menschen traf, die aus Nazideutschland geflohen waren.

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Götz Aly, Michael Sontheimer: Fromms

Redet man von Gummis, Kondomen, Präservativen, fällt einem immer auch der Begriff „Fromms“ ein, ohne dass man jetzt auf Anhieb genauer sagen könnte, was oder wer hinter dem Namen steht. Nun, dem hilft dieses Büchlein, die Biographie des jüdischen Geschäftsmannes Julius Fromm (1883 – 1945), ab.

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Herbert Pundik: Die Flucht der dänischen Juden 1943 nach Schweden

Das Schicksal der dänischen Juden ist insofern sehr bemerkenswert, weil die allermeisten von ihnen dem der anderen europäischen Juden entgingen. In einer beispiellosen Aktion wurde ihnen die Flucht nach Schweden ermöglicht. Pundik beschreibt in seinen Ausführungen ausführlich – auch anhand von Einzelschicksalen – wie diese Flucht organisiert wurde.

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