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Diese Kategorie enthält 6 Beiträge

Rachel Shabi: Wir sehen aus wie der Feind. Arabische Juden in Israel

Mit ihrem ersten Buch hat die aus einer Familie irakischer Juden stammende, in Israel geborene und in England aufgewachsene Journalistin Rachel Shabi einen Konflikt beschrieben und in seinen historischen Dimensionen gezeigt, der den Staat Israel und seine Gesellschaft prägt und quält seit seiner Gründung. Die Rede ist von dem Verhältnis zwischen den Juden, die aus Europa stammen, den sogenannten Aschkenasim, und den orientalischen Juden, die Misrachim genannt werden. Wurzeln die ersten in der europäischen Kultur und Tradition, haben die zweiten ihre kulturellen Wurzeln in den Gesellschaften der arabischen Länder des Nahen Ostens.

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Tanja Grinberg: Jew.De.Ru

Das Jüdische Filmfestival Berlin & Potsdam 2012 endet am Sonntag, dem 17. Juli, mit zwei Filmvorstellungen im Kino Toni in Berlin Weißensee. Eine davon war der Dokumentarfilm Jew.De.Ru von Tanja Grinberg. Schon der Trailer machte neugierig, denn man schwankt doch zwischen Belustigung und Schock. Zu Beginn des Filmes werden drei Fragen gestellt: Was verbindet ihr mit dem Begriff „Juden“? Wie viel Juden leben heute in Deutschland? Was sind jüdische Kontingentflüchtlinge? Bereits hier fühlt sich der Zuschauer mit dem Fakt konfrontiert, dass im Geschichtsunterricht zwar oft über die Zeit des Holocaust gesprochen wird, aber oftmals nicht über die jüdische Geschichte und erst recht nicht über gelebte, jüdische Gegenwart.

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Dana Giesecke, Harald Welzer: Das Menschenmögliche. Zur Renovierung der deutschen Erinnerungskultur

Über viele Jahrzehnte hat sich in Deutschland eine Erinnerungskultur etabliert, die auch nach der Wiedervereinigung 1990 erst einmal stabil blieb. Das formalisierte und extrem ritualisierte Gedenken an den Nationalsozialismus und den Holocaust wurde zum ersten Mal mit großen Medienecho in Frage gestellt von Martin Walser, als er bei der Verleihung des Friedenspreises des Deutschen Buchhandels 1998 Folgendes sagte:

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Manès Sperber: Die Wasserträger Gottes

Manès Sperber entstammt dem osteuropäischen, chassidischen Judentum. 1905 in Galizien, in Zabłotów, geboren, legt er in der Trilogie All das Vergangene… seine autobiographischen Erinnerungen vor, deren erste 13 Jahre das Bändchen Die Wasserträger Gottes umfasst.

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Lena Gorelik: Lieber Mischa: … Du bist ein Jude.

Die Juden nehmen sich bekanntlich selbst gerne auf die Schippe, das zeigt Lena Gorelik in ihrem Werk mit dem unendlich langen Titel. Habt ihr was zu Schreiben? Nein, dann solltet ihr euch lieber jetzt Stift und Papier holen und notiert euch bitte: Lieber Mischa: … der Du fast Schlomo Adolf Grinblum geheißen hättest, es tut mir so leid, dass ich Dir das nicht ersparen konnte: Du bist ein Jude.

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Jüdisches Museum Frankfurt: Ganz rein!

„I have this sense that when you disrobe and go into the mikvah you’re peeling off all façade, all pretense, there’s nothing you can hide, not from yourself and not from God.“ [5] Weiterlesen