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Diese Kategorie enthält 11 Beiträge

Kreativwettbewerb „Jüdisches Leben heute“

Was wäre, wenn jungen Leuten die Chance eröffnet würde, Fragen an Menschen jüdischer Herkunft bzw. Experten zu richten und unter Einsatz moderner Medien selbst ein Projekt durchzuführen? Die Konrad-Adenauer-Stiftung möchte dies Wirklichkeit werden lassen. Jugendliche und junge Erwachsene können an unserem Kreativwettbewerb „Jüdisches Leben heute“ teilnehmen, welcher ihnen eine neue Perspektive auf das jüdische Leben verspricht. Sie sollen sich gestalterisch oder dokumentarisch mit jüdischem Leben heute befassen: sei es mit Videos, Animationen, Grafik-Designs, Musikstücken, Homepages, Zeichnungen oder auch Texten.

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Gershom Gorenberg: Israel schafft sich ab

Über kaum einen Konflikt wird so viel und so kontrovers diskutiert wie über den Nahostkonflikt – gerade in Deutschland mit seiner historischen Verantwortung für den Staat Israel. Aber wie immer sind es die Menschen, Israelis und Palästinenser, die einen hohen Preis für diesen Konflikt bezahlen. Nun ist ein Buch des orthodoxen Juden Gershom Gorenberg erschienen, eines der renommiertesten Experten für den Nahostkonflikt und die Geschichte Israels. Eines Israels, aus dem er „mit gespaltener Seele“ schreibt. Denn so wie er selbst ist auch sein geliebtes Land „gespalten zwischen seinen religiösen Idealen und religiösem Fanatismus“.

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Katinka Zeuner: Jalda und Anna

„Es darf Spaß machen, jüdisch zu sein“, sagt Jalda zu Beginn des Films. Und fügt hinzu: „Das ist jetzt sehr verkürzt formuliert. Der Weg, der dazwischen liegt, war heftig.“ Diesen Weg haben die Filmemacher Katinka Zeuner und Benjamin Laser zweieinhalb Jahre begleitet. Die Künstlerinnen Jalda Rebling und Anna Adam leben zusammen in Berlin Prenzlauer Berg. Sie sind beide Jüdinnen. Und sie sind die „erste Generation danach“, Töchter von Frauen, die Auschwitz überlebten. Dies hat ihr Leben und ihr Gefühl zum Jüdischsein zutiefst geprägt. Judentum war für sie von klein auf verbunden mit Verlust, Schwere und ungelebter Trauer.

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Rachel Shabi: Wir sehen aus wie der Feind. Arabische Juden in Israel

Mit ihrem ersten Buch hat die aus einer Familie irakischer Juden stammende, in Israel geborene und in England aufgewachsene Journalistin Rachel Shabi einen Konflikt beschrieben und in seinen historischen Dimensionen gezeigt, der den Staat Israel und seine Gesellschaft prägt und quält seit seiner Gründung. Die Rede ist von dem Verhältnis zwischen den Juden, die aus Europa stammen, den sogenannten Aschkenasim, und den orientalischen Juden, die Misrachim genannt werden. Wurzeln die ersten in der europäischen Kultur und Tradition, haben die zweiten ihre kulturellen Wurzeln in den Gesellschaften der arabischen Länder des Nahen Ostens.

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Tanja Grinberg: Jew.De.Ru

Das Jüdische Filmfestival Berlin & Potsdam 2012 endet am Sonntag, dem 17. Juli, mit zwei Filmvorstellungen im Kino Toni in Berlin Weißensee. Eine davon war der Dokumentarfilm Jew.De.Ru von Tanja Grinberg. Schon der Trailer machte neugierig, denn man schwankt doch zwischen Belustigung und Schock. Zu Beginn des Filmes werden drei Fragen gestellt: Was verbindet ihr mit dem Begriff „Juden“? Wie viel Juden leben heute in Deutschland? Was sind jüdische Kontingentflüchtlinge? Bereits hier fühlt sich der Zuschauer mit dem Fakt konfrontiert, dass im Geschichtsunterricht zwar oft über die Zeit des Holocaust gesprochen wird, aber oftmals nicht über die jüdische Geschichte und erst recht nicht über gelebte, jüdische Gegenwart.

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Literatur gehört zum Mobiliar in meinem Kopf – Lesung mit Ruth Klüger

Am 18. Juni war Ruth Klüger in Bremen und hat im Haus der Wissenschaft aus weiter leben und unterwegs verloren vorgelesen; organisiert wurde die Lesung vom IFKUD, dem Institut für kulturwissenschaftliche Deutschlandstudien. Besonders schön fand ich, dass – trotz Fußballs – der Andrang enorm war. Noch kurz vor Beginn der Lesung mussten weitere Stuhlreihen angebaut … Weiterlesen

„Mehr Juden ins Kino“ – Jüdisches Filmfestival in Berlin & Potsdam 2012

„Mehr Juden ins Kino“- so lautet der Claim des diesjährigen Jüdischen Filmfestivals, das in Berlin und Potsdam zu Hause ist. Warum auch Nicht-Juden einen Besuch des Filmfestivals erwägen sollten, lässt die Top 5 der sehenswertesten Filme und Dokus erahnen. Die Eröffnungsgala ist bereits ausverkauft.

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„Mehr Juden ins Kino“ – Jüdisches Filmfestival in Berlin & Potsdam 2012

„Mehr Juden ins Kino“- so lautet der Claim des diesjährigen Jüdischen Filmfestivals, das in Berlin und Potsdam zu Hause ist. Pünktlich zum 18. Festival hat der Fotograf und Künstler Daniel Josefsohn die Kampagne mit den schwarzen Plakaten gestaltet. Bald wird man die Plakate in Berlin und Potsdam hängen sehen.

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Dana Giesecke, Harald Welzer: Das Menschenmögliche. Zur Renovierung der deutschen Erinnerungskultur

Über viele Jahrzehnte hat sich in Deutschland eine Erinnerungskultur etabliert, die auch nach der Wiedervereinigung 1990 erst einmal stabil blieb. Das formalisierte und extrem ritualisierte Gedenken an den Nationalsozialismus und den Holocaust wurde zum ersten Mal mit großen Medienecho in Frage gestellt von Martin Walser, als er bei der Verleihung des Friedenspreises des Deutschen Buchhandels 1998 Folgendes sagte:

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Lizzie Doron auf der Leipziger Buchmesse 2012

Bei meinem Besuch auf der Leipziger Buchmesse traf ich auch die israelische Schriftstellerin Lizzie Doron, die fast jedes Jahr in Leipzig ist und ihre Bücher vorstellt und ganz nebenbei ihr halbes Leben Revue passieren lässt. Und jedes Mal erfährt man ein bisschen mehr, da auch sie noch immer auf der Suche nach der ganzen Wahrheit über ihre Familie ist.

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Unexpected Israel

In diesen Tagen findet in Mailand ein Veranstaltungszyklus mit dem Titel «Unexpected Israel» statt, der unter anderem den Schriftsteller David Grossman als Gastsprecher begrüßte. Begleitet wird diese Initiative von einer multimedialen Ausstellung auf dem Domplatz sowie von Fotografien, die die Via Dante in Richtung Castello Sforzesco säumen. Doch statt sich kritisch mit dem Status der Nation auseinanderzusetzen, vermitteln diese beiden Ausstellungen den Eindruck, als sei die Absicht der Initiative einzig die Förderung des Tourismus.

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