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Andere Künste

Diese Kategorie enthält 7 Beiträge

Katinka Zeuner: Jalda und Anna

„Es darf Spaß machen, jüdisch zu sein“, sagt Jalda zu Beginn des Films. Und fügt hinzu: „Das ist jetzt sehr verkürzt formuliert. Der Weg, der dazwischen liegt, war heftig.“ Diesen Weg haben die Filmemacher Katinka Zeuner und Benjamin Laser zweieinhalb Jahre begleitet. Die Künstlerinnen Jalda Rebling und Anna Adam leben zusammen in Berlin Prenzlauer Berg. Sie sind beide Jüdinnen. Und sie sind die „erste Generation danach“, Töchter von Frauen, die Auschwitz überlebten. Dies hat ihr Leben und ihr Gefühl zum Jüdischsein zutiefst geprägt. Judentum war für sie von klein auf verbunden mit Verlust, Schwere und ungelebter Trauer.

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Tamar Tal: Life in Stills

Das Pri-Or Photo House, das Miriam Weissenstein mit ihrem Enkel Ben in der Allenbystraße in Tel Aviv betreibt, soll geräumt werden und einem neuen Hochhaus weichen – so viel zur Ausgangssituation des Films. Die Verdrängung eines kleinen Geschäftes aus der Innenstadt im Rahmen weltweiter Gentrifizierung ist hingegen alltägliche Realität und den meisten leider kaum noch eine Verfilmung wert. Der Fall um den Fotoladen der Weissensteins aber besitzt eine eigene Brisanz: Es handelt sich hierbei um ein historisches Kleinod und gleichzeitig eine absolut verkannte Institution der israelischen Hauptstadt.

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Alexa Karolinski: Oma & Bella

Die Küche ist so winzig, dass die zwei Frauen sich kaum bewegen können. Und doch kochen sie hier stets gemeinsam. Eine schneidet beflissen die Möhren und Zwiebeln, während die andere die vorbereiteten Zutaten in der Pfanne anbrät. Regina Karolinski (85) und Bella Katz (89) leben in einer Art Wohngemeinschaft. Ihr hohes Alter ist dabei kein Hindernis, sondern eher noch das Motiv des Zusammenlebens – die Entscheidung, in einer gewissen Rüstigkeit für sich zu sorgen und aufeinander zu achten. Oma & Bella ist vordergründig als ein Film über Freundschaft zu betrachten. Die Dokumentation Alexa Karolinskis, ihrerseits Enkelin von Regina, feierte bei der diesjährigen Berlinale Premiere in der Reihe „Das Kulinarische Kino“.

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Tanja Grinberg: Jew.De.Ru

Das Jüdische Filmfestival Berlin & Potsdam 2012 endet am Sonntag, dem 17. Juli, mit zwei Filmvorstellungen im Kino Toni in Berlin Weißensee. Eine davon war der Dokumentarfilm Jew.De.Ru von Tanja Grinberg. Schon der Trailer machte neugierig, denn man schwankt doch zwischen Belustigung und Schock. Zu Beginn des Filmes werden drei Fragen gestellt: Was verbindet ihr mit dem Begriff „Juden“? Wie viel Juden leben heute in Deutschland? Was sind jüdische Kontingentflüchtlinge? Bereits hier fühlt sich der Zuschauer mit dem Fakt konfrontiert, dass im Geschichtsunterricht zwar oft über die Zeit des Holocaust gesprochen wird, aber oftmals nicht über die jüdische Geschichte und erst recht nicht über gelebte, jüdische Gegenwart.

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„Mehr Juden ins Kino“ – Jüdisches Filmfestival in Berlin & Potsdam 2012

„Mehr Juden ins Kino“- so lautet der Claim des diesjährigen Jüdischen Filmfestivals, das in Berlin und Potsdam zu Hause ist. Warum auch Nicht-Juden einen Besuch des Filmfestivals erwägen sollten, lässt die Top 5 der sehenswertesten Filme und Dokus erahnen. Die Eröffnungsgala ist bereits ausverkauft.

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„Mehr Juden ins Kino“ – Jüdisches Filmfestival in Berlin & Potsdam 2012

„Mehr Juden ins Kino“- so lautet der Claim des diesjährigen Jüdischen Filmfestivals, das in Berlin und Potsdam zu Hause ist. Pünktlich zum 18. Festival hat der Fotograf und Künstler Daniel Josefsohn die Kampagne mit den schwarzen Plakaten gestaltet. Bald wird man die Plakate in Berlin und Potsdam hängen sehen.

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Unexpected Israel

In diesen Tagen findet in Mailand ein Veranstaltungszyklus mit dem Titel «Unexpected Israel» statt, der unter anderem den Schriftsteller David Grossman als Gastsprecher begrüßte. Begleitet wird diese Initiative von einer multimedialen Ausstellung auf dem Domplatz sowie von Fotografien, die die Via Dante in Richtung Castello Sforzesco säumen. Doch statt sich kritisch mit dem Status der Nation auseinanderzusetzen, vermitteln diese beiden Ausstellungen den Eindruck, als sei die Absicht der Initiative einzig die Förderung des Tourismus.

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