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Redaktion hat geschrieben 34 Beiträge für Jüdische Lebenswelten

Ende.

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Francesca Segal – Die Arglosen

Ursprünglich veröffentlicht auf Literaturen:
Francesca Segal ist eine englische Autorin und Journalistin. Sie ist die Tochter von Erich Segal, der 1970 mit Love Story seinen Durchbruch als Autor feierte. Sie veröffentlichte u.a. Artikel im Granta Magazine, dem Guardian und dem Daily Telegraph. Die Arglosen ist Segals Debüt. Es wurde bereits mit dem Costa…

Guy Delisle – Aufzeichnungen aus Jerusalem

Ursprünglich veröffentlicht auf Literaturen:
Guy Delisle ist ein kanadischer Comiczeichner. Er studierte Kunst am Sheridan College in Toronto und arbeitete nach seinem Abschluss bei einem Animationsstudio. Er ist bekannt für seine dokumentarischen Comics, die ihn bereits nach Shenzen, Pjöngjang, Birma und eben Jerusalem geführt haben. Für Aufzeichnungen aus Jerusalem wurde er auf dem…

Wolkenbruchs wunderliche Reise in die Arme einer Schickse

Ursprünglich veröffentlicht auf lesewelle:
Mordechai Wolkenbruch, schlicht Motti genannt, ist fünfundzwanzig Jahre alt und orthodoxer Jude. Seine Mutter führt in der Familie das Regiment und befindet, dass es Zeit wäre, dass auch ihr Jüngster endlich heiraten sollte. Heiratswillige jüdische Kandidatinnen gibt es genügend und gar manches Treffen mit anderen Müttern und ihren Töchtern finden nicht ganz…

Die Bücherverbrennung

Ursprünglich veröffentlicht auf lesewelle:
Bertold Brecht an Oskar Maria Graf: Als das Regime befahl, Bücher mit schädlichem Wissen Öffentlich zu verbrennen, und allenthalben Ochsen gezwungen, Karren mit Büchern Zu den Scheiterhaufen zu ziehen, entdeckte ein verjagter Dichter, einer der Besten, die Liste der Verbrannten studierend, entsetzt, dass seine Bücher vergessen waren. Er eilet…

Waldtraut Lewin: Leo Baeck. Geschichte eine deutschen Juden

Er war wohl einer der bedeutendsten Persönlichkeiten des deutschen Judentums des 20. Jahrhunderts, der Rabbiner Leo Baeck, dessen Leben die Autorin Waldtraut Lewin in dieser beeindruckenden Romanbiographie eingefangen hat. In einem gelungenen Wechsel schiebt sie immer wieder dokumentarische Teile ein in die literarisch anspruchsvoll geschilderte Lebensgeschichte eines Mannes, der, als die Nazis 1933 an die Macht kommen, schon lange einer der einflussreichsten Vertreter des liberalen Judentums in Deutschland war.

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Kreativwettbewerb „Jüdisches Leben heute“

Was wäre, wenn jungen Leuten die Chance eröffnet würde, Fragen an Menschen jüdischer Herkunft bzw. Experten zu richten und unter Einsatz moderner Medien selbst ein Projekt durchzuführen? Die Konrad-Adenauer-Stiftung möchte dies Wirklichkeit werden lassen. Jugendliche und junge Erwachsene können an unserem Kreativwettbewerb „Jüdisches Leben heute“ teilnehmen, welcher ihnen eine neue Perspektive auf das jüdische Leben verspricht. Sie sollen sich gestalterisch oder dokumentarisch mit jüdischem Leben heute befassen: sei es mit Videos, Animationen, Grafik-Designs, Musikstücken, Homepages, Zeichnungen oder auch Texten.

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David Bezmozgis: Die freie Welt

In einer von autobiographischen Reminiszenzen nicht freien Geschichte erzählt der jüdische Autor David Bezmozgis von der jüdisch-lettischen Familie Krasnansky aus Riga, die 1978 aus der Sowjetunion ausreist, ohne im Westen ein genaues Ziel zu kennen. Anders als viele Autoren, die den Schwerpunkt ihrer Auswanderungsgeschichten, seien sie nun von Juden erzählt oder von anderen, auf die schwierige Ankunft und die problematische Integration am neuen Zufluchtsort legen, geht es in David Bezmozgis‘ Roman um jene fünf Monate, die die Familie Krasnansky in ihrem Transitland Italien an einem Ort in der Nähe von Rom verbringt.

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Ari Rath: Ari heißt Löwe. Erinnerungen

Die hier vorliegenden Erinnerungen von Ari Rath, eines 1925 in Wien geborenen Juden, der nach seiner Emigration 1938 nach Palästina über viele Jahre aktiv in der Kibbuzbewegung tätig war, sind eindrucksvoll und bewegend. Ab 1958 arbeitete er als Redakteur, ab 1975 dann als Chefredakteur und Herausgeber der Jerusalem Post, die unter seiner Leitung zu einer weltweit anerkannten und in ihrer politischen Haltung geschätzten englischsprachigen Zeitung in Israel wurde.

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Gershom Gorenberg: Israel schafft sich ab

Über kaum einen Konflikt wird so viel und so kontrovers diskutiert wie über den Nahostkonflikt – gerade in Deutschland mit seiner historischen Verantwortung für den Staat Israel. Aber wie immer sind es die Menschen, Israelis und Palästinenser, die einen hohen Preis für diesen Konflikt bezahlen. Nun ist ein Buch des orthodoxen Juden Gershom Gorenberg erschienen, eines der renommiertesten Experten für den Nahostkonflikt und die Geschichte Israels. Eines Israels, aus dem er „mit gespaltener Seele“ schreibt. Denn so wie er selbst ist auch sein geliebtes Land „gespalten zwischen seinen religiösen Idealen und religiösem Fanatismus“.

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Cécile Wajsbrot: Aus der Nacht

Ähnlich wie das die israelische Schriftstellerin Lizzie Doron auf beeindruckende und erschütternde Weise in ihren Büchern tut, etwa in dem sehr empfehlenswerten Roman Der Anfang von etwas Schönem (Jüdischer Verlag 2007), spürt auch die französische Schriftstellerin Cécile Wajsbrot in Aus der Nacht der Frage nach, wie die Kinder der Überlebenden der Shoa ihr Leben bewältigen können, wie sie es schaffen, die dicke Mauer des Schweigens ihrer Eltern zu durchbrechen und einen inneren Kontakt zu schaffen zu dem, was doch auch ihre Geschichte ist. Im Unterschied zu Lizzie Doron, deren Mutter in Auschwitz war und die in Israel lebt, schreibt Cécile Wajsbrot aus einer französischen Perspektive.

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Ursula Krechel: Landgericht

Sorgfältigen Beobachtern der deutschsprachigen Literaturszene ist die Schriftstellerin, Essayistin und Lyrikerin Ursula Krechel schon lange ein Begriff. Schon in ihrem letzten Buch Shanghai fern von wo, in dem sie sich zum ersten Mal an einem Roman versucht hatte, beschrieb sie detailliert das Schicksal jüdischer Emigranten in Shanghai und hatte viele Jahre dafür recherchiert. In Rahmen der Recherchearbeiten fiel ihr auch Material in die Hände, das sie nun nach jahrelanger Arbeit in den Roman Landgericht gefasst hat, der in diesem Jahr mit dem Deutschen Buchpreis ausgezeichnet wurde. Erzählt wird die Geschichte des jüdischen Richters Richard Kornitzer, der dem Holocaust rechtzeitig entkommen konnte.

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Rachel Shabi: Wir sehen aus wie der Feind. Arabische Juden in Israel

Mit ihrem ersten Buch hat die aus einer Familie irakischer Juden stammende, in Israel geborene und in England aufgewachsene Journalistin Rachel Shabi einen Konflikt beschrieben und in seinen historischen Dimensionen gezeigt, der den Staat Israel und seine Gesellschaft prägt und quält seit seiner Gründung. Die Rede ist von dem Verhältnis zwischen den Juden, die aus Europa stammen, den sogenannten Aschkenasim, und den orientalischen Juden, die Misrachim genannt werden. Wurzeln die ersten in der europäischen Kultur und Tradition, haben die zweiten ihre kulturellen Wurzeln in den Gesellschaften der arabischen Länder des Nahen Ostens.

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Ágnes Zsolt: Das rote Fahrrad

„Dem Publikum neue Werte aufzudrängen, die es nicht will, ist die wichtigste und schönste Mission des Verlegers.“ Mit diesem Diktum von Samuel Fischer aus dem Jahr 1859 als Motto geht ein neuer Verlag in Wien an die Öffentlichkeit. Er nennt sich Nischen Verlag und hat mit seinem ersten Programm drei Bücher publiziert aus der Geschichte Ungarns im 20. Jahrhundert.
Eines davon ist das vorliegende, 1949 zum ersten Mal in Ungarn veröffentlichte Tagebuch von Éva Heymann, der 13-jährigen Tochter von Ágnes Zsolt, die in zweiter Ehe mit dem berühmten ungarischen Schriftsteller und Politiker Bela Zsolt verheiratet war.

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Nir Baram: Der Wiederträumer

Der 1977 geborene Nir Baram hat einen bitterernsten Roman geschrieben, in dem sich permanent die Ebenen verschieben. Es scheint, als wolle er sich damit in die Tradition der alttestamentlichen Propheten stellen, die auch oft durch Träume und ihre Interpretation ihre Kritik an den herrschenden politischen und religiösen Verhältnissen in Israel ausdrückten. Barams Buch kann gelesen werden als eine Parabel auf die Zustände im heutigen Israel. Vor lauter Erinnerungen und Träumen, vor lauter schwerer Vergangenheit wird die Gegenwart und erst recht die Zukunft verpasst.

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