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Frollein Wortstark

2004 bis 2010 Studium (Philosophie, Deutsche Philologie, AVL) an der FU, HU und Uni Bern. 2007 bis 2010 Fachjournalistikstudium. PR-Volontariat bis Juni 2011. Seit Juli 2011 freie Autorin und Texterin. Ihre Leidenschaften: Bücher, Fotografie und Essen- und in allem viel Farben.
Frollein Wortstark hat geschrieben 6 Beiträge für Jüdische Lebenswelten

Katinka Zeuner: Jalda und Anna

„Es darf Spaß machen, jüdisch zu sein“, sagt Jalda zu Beginn des Films. Und fügt hinzu: „Das ist jetzt sehr verkürzt formuliert. Der Weg, der dazwischen liegt, war heftig.“ Diesen Weg haben die Filmemacher Katinka Zeuner und Benjamin Laser zweieinhalb Jahre begleitet. Die Künstlerinnen Jalda Rebling und Anna Adam leben zusammen in Berlin Prenzlauer Berg. Sie sind beide Jüdinnen. Und sie sind die „erste Generation danach“, Töchter von Frauen, die Auschwitz überlebten. Dies hat ihr Leben und ihr Gefühl zum Jüdischsein zutiefst geprägt. Judentum war für sie von klein auf verbunden mit Verlust, Schwere und ungelebter Trauer.

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Hilde Schramm: Meine Lehrerin, Dr. Dora Lux

Dora Lux hat keinen Wikipedia-Eintrag. Recherchiert man im Internet über sie, wird man nicht fündig werden. Dabei ist das Leben dieser Frau nicht nur interessant, ihr Lebenslauf ist vor dem geschichtlichen Hintergrund wahrscheinlich einmalig. Dora Lux gehörte zu den ersten Abiturientinnen, als sie und ihre Schwester Annemarie 1901 die Schule in Berlin abschlossen. Anschließend waren Dora und Annemarie eine der ersten Frauen, die studieren konnten. Sie war auch eine der ersten wissenschaftlich ausgebildeten Lehrerinnen in Deutschland.

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Tanja Grinberg: Jew.De.Ru

Das Jüdische Filmfestival Berlin & Potsdam 2012 endet am Sonntag, dem 17. Juli, mit zwei Filmvorstellungen im Kino Toni in Berlin Weißensee. Eine davon war der Dokumentarfilm Jew.De.Ru von Tanja Grinberg. Schon der Trailer machte neugierig, denn man schwankt doch zwischen Belustigung und Schock. Zu Beginn des Filmes werden drei Fragen gestellt: Was verbindet ihr mit dem Begriff „Juden“? Wie viel Juden leben heute in Deutschland? Was sind jüdische Kontingentflüchtlinge? Bereits hier fühlt sich der Zuschauer mit dem Fakt konfrontiert, dass im Geschichtsunterricht zwar oft über die Zeit des Holocaust gesprochen wird, aber oftmals nicht über die jüdische Geschichte und erst recht nicht über gelebte, jüdische Gegenwart.

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„Mehr Juden ins Kino“ – Jüdisches Filmfestival in Berlin & Potsdam 2012

„Mehr Juden ins Kino“- so lautet der Claim des diesjährigen Jüdischen Filmfestivals, das in Berlin und Potsdam zu Hause ist. Warum auch Nicht-Juden einen Besuch des Filmfestivals erwägen sollten, lässt die Top 5 der sehenswertesten Filme und Dokus erahnen. Die Eröffnungsgala ist bereits ausverkauft.

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„Mehr Juden ins Kino“ – Jüdisches Filmfestival in Berlin & Potsdam 2012

„Mehr Juden ins Kino“- so lautet der Claim des diesjährigen Jüdischen Filmfestivals, das in Berlin und Potsdam zu Hause ist. Pünktlich zum 18. Festival hat der Fotograf und Künstler Daniel Josefsohn die Kampagne mit den schwarzen Plakaten gestaltet. Bald wird man die Plakate in Berlin und Potsdam hängen sehen.

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Jüdischer Friedhof Weißensee Berlin

Da, wo Chamottefabriken stehn / – Motorgebrumm – / da kannst du einen Friedhof sehn, / mit Mauern drum.“ Chamottefabriken findet man heute nicht mehr in Weißensee, Motorgebrumm umso mehr. Die Mauern um den größten noch bestehenden jüdischen Friedhof Europas stehen auch noch heute auf festem Grund. Wenn man an einem kalten Wintertag einen Spaziergang nach Weißensee macht, nehmen die vielen tausende Grabsteine die volle Aufmerksamkeit in Anspruch.

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