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Ereignisse, Hintergründe

Die Bücherverbrennung

lesewelle

Bertold Brecht an Oskar Maria Graf:

Als das Regime befahl,
Bücher mit schädlichem Wissen
Öffentlich zu verbrennen,
und allenthalben Ochsen gezwungen,
Karren mit Büchern
Zu den Scheiterhaufen zu ziehen,
entdeckte ein verjagter Dichter,
einer der Besten,
die Liste der Verbrannten studierend,
entsetzt,
dass seine Bücher vergessen waren.
Er eilet zum Schreibtisch,
zornbeflügelt, und schrieb einen Brief an die Machthaber.
Verbrennt mich, schrieb er mit fliegender Feder,
Verbrennt mich!
Tut mir das nicht an!
Lasst mich nicht übrig!
Hab ich nicht immer die Wahrheit berichtet
In meinen Büchern?
Und jetzt, werd ich von euch wie ein Lügner behandelt!
Ich befehle euch:
Verbrennt mich!

Ein trauriges Ereignis jährt sich heute zum achtzigsten Mal. Am 10. Mai 1933 wurden in etlichen deutschen Universitätsstädten zehntausende Bücher, im Zusammenhang mit der “Aktion wider den undeutschen Geist” auf öffentlichen Scheiterhaufen verbrannt. Erich Kästner war vielleicht der einzige Autor, der auf der „Schwarzen Liste“ stand, sich unter…

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