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Erinnerungsorte, Synagogen

Die Neue Synagoge in Mainz

Am 3. September 2010 wurde die Neue Synagoge in Mainz eröffnet. Ich war damals dort und habe geduldig in der langen Schlange gewartet, um mir diesen wunderbaren, imposanten Bau anzuschauen. Ich glaube, auch die Hausherren waren von dem Andrang völlig überrascht.

Zum Jahrestag möchte ich hier einfach nur einige Bilder einstellen, die ich damals gemacht habe (und die schon mal auf meinem fotoblog zu sehen waren). Wer mal nach Mainz oder in die Nähe kommt – ein Besuch der Synagoge lohnt sich in jedem Fall, denn Mainz gehörte zu den großen frühen jüdischen Zentren in Deutschland (zusammen mit Worms und Speyer), entsprechend groß und bedeutend waren die Gemeinde mit ihren Synagogen sowie ihre Lehrer.

Morgen, am 4. September, ist übrigens „Tag der offenen Tür“ bei der Jüdischen Gemeinde Mainz, wie man dem Veranstaltungskalender der Website entnehmen kann.

Zur Homepage der Jüdischen Gemeinde Mainz.

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Diskussionen

3 Gedanken zu “Die Neue Synagoge in Mainz

  1. Ich bin in der Mainzer Neustadt, gerade einen Häuserblock entfernt, aufgewachsen. Als ich ein Kind war, in den Sechzigern, gab es dort keine Spur oder Überrest einer Synagoge. Vielmehr stand dort ein häßlicher Nachkriegsneubau, in dem der Zoll untergebracht war. Man hatte die Erinnerung mit Stumpf und Stiel entsorgt. Meine Mutter erzählte mir zwar mal, dass hier die Synagoge gestanden habe, die die Nazis niedergebrannt hätten, aber ich hatte damals keine rechte Vorstellung, was eine Synagoge überhaupt ist. Irgendwann in den Achtzigern tauchten dann ein Bogen eines Portals des alten Gebäudes, den die Stadt Mainz in irgendeinem Keller gefunden haben musste, und eine Gedenktafel auf. Jetzt steht wieder eine große Synagoge dort. Also eine wirklich positive Entwicklung.

    Verfasst von Ulli | 3. April 2012, 09:43
    • Vielen Dank für deinen detaillierten Bericht sozusagen aus der ersten Reihe 🙂

      Verfasst von synaesthetisch | 4. April 2012, 09:52
    • liebe ulli, herzlichen dank für deinen schönen kommentar. ja, du hast völlig recht, es war ein total häßliches gebäude, das den platz verunzierte. auf dieser seite kann man noch mehr von dem sehen, was du erzählst… interessant ist, daß der portalbogen sozusagen aus archivbeständen wieder aufgebaut worden ist und nicht bei der zerstörung der synagoge stehenblieb, so wie ich natürlich vermutet hatte.
      viele grüße
      fs

      Verfasst von flattersatz | 9. April 2012, 05:26
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