Svenja
Jahrgang 1985. In der Schule war ich oft genervt, wenn es um den Holocaust und die Judenverfolgung
ging. Langatmig und trocken hat man uns dort mit Jahreszahlen gefüttert, die selten mit lebendiger Geschichte gefüllt waren. Dann kam das Studium und mit ihm Berge von Literatur, Philosophie, politischer Theorie. Und ganz langsam entwickelte sich ein Interesse in meinem Kopf, das mich schließlich zum großen Fan Hannah Arendts machte und mir sozusagen keine andere Wahl ließ, als über Fragen der jüdischen Identität auch meine Abschlussarbeit zu schreiben. Jetzt ist die Uni Geschichte und die Begeisterung für das Thema immer noch da, sie wächst und wächst (vermutlich auch, weil ich sie immerzu füttere).
Wenn ich nicht an dieser Stelle gemeinsam mit Caterina und flattersatz aktiv bin, dann befinde ich mich zwischen den Buchdeckeln meiner aktuellen Lektüre, genieße mit dem Fotoapparat im Schlepptau die Natur, Städte und am liebsten das Meer, stöbere in Buchläden und Antiquariaten, schmökere in Feuilletons und Kulturmagazinen und genieße das Leben in Berlin. Außerdem fülle ich meinen privaten Blog syn-ästhetisch mit Rezensionen und allerlei Fotografien. Da Bücher und Fotoausrüstung bezahlt sein wollen, arbeite ich selbständig als freie Lektorin.
Caterina
Jahrgang 1985, aufgewachsen auf einer Ostseeinsel, trotzdem guck ich lieber in die Berge als auf das Meer, und die viele Landluft hat mich zum heimlichen Stadtkind gemacht. Zum Studieren bin ich deshalb nach Berlin geflüchtet, wo ich das wissenschaftliche Zerpflücken von Literatur und Sprachen lieben lernte. Seither pendle ich zwischen Deutschland und Italien; zurzeit lebe, lese und schreibe ich in Frankfurt. Die Ergebnisse meines geistigen Schaffens können u.a. auf dem Blog SchöneSeiten begutachtet werden.
Mein Interesse gilt in erster Linie der Geschichte des Nationalsozialismus, des Zweiten Weltkrieges und des Holocaust. Während des Studiums kam dann zu diesem historischen Interesse ein literaturwissenschaftliches hinzu: Immer wieder begegneten mir dort jüdische Autoren und Fragestellungen, insbesondere die literarische Verarbeitung der Holocaust-Erfahrung ließ mich nicht mehr los. Schließlich vertiefte ich diesen Themenbereich in meiner Masterarbeit, wobei ich jedoch den Fokus auf die nachfolgenden Generationen legte.
flattersatz
Jahrgang 1954, gebürtiger Westfale, aber seit Jahrzehnten im Koblenzer Raum ansässig. Von der Ausbildung her Naturwissenschaftler, hat sich bei mir das Interesse an den Ereignissen, die mit der Naziherrschaft im Dritten Reich zusammenhängen, mit dem Lesen vertieft. Insbesondere die Ungeheuerlichkeit des Holocaust und die Erkenntnis, dass Genozid unter den “geeigneten” Verhältnissen immer wieder möglich ist, hat mich zur Überzeugung gebracht, dass die Erinnerung auch und gerade an den Versuch, das jüdische Volk auszurotten, lebendig erhalten bleiben muss.
Einen weiteren Einblick in das Projekt und in unsere Beweggründe gewährt das Interview der Klappentexterin.
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