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Sachbuch

Diese Kategorie enthält 8 Artikel

Dana Giesecke, Harald Welzer: Das Menschenmögliche. Zur Renovierung der deutschen Erinnerungskultur

Über viele Jahrzehnte hat sich in Deutschland eine Erinnerungskultur etabliert, die auch nach der Wiedervereinigung 1990 erst einmal stabil blieb. Das formalisierte und extrem ritualisierte Gedenken an den Nationalsozialismus und den Holocaust wurde zum ersten Mal mit großen Medienecho in Frage gestellt von Martin Walser, als er bei der Verleihung des Friedenspreises des Deutschen Buchhandels 1998 Folgendes sagte:

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Eva Züchner: Der verbrannte Koffer

Stellt euch vor, ihr wollt eigentlich eine Kriminalgeschichte schreiben. Gerade seid ihr auf einen spannenden Kriminalfall aus dem Jahr 1938 gestoßen: Ein leichtes Mädchen ist grausam ermordet und dann verbrannt worden, zahlreiche Mitglieder der High Society kommen als Täter in Frage. Toll, denkt ihr, daraus lässt sich ein Berlin-Krimi mit “Dreißiger-Jahre-Touch” machen. Das dachte auch Eva Züchner. Aber einer der Liebhaber der Ermordeten Tilly A. ist Jude, und das Erforschen seiner Geschichte im Berlin der 1930er Jahre wird zu einer “Falltür im Boden der Geschichte”, die Züchner hinabsteigt. Und am Ende erzählt sie eine ganz andere, aber ebenso spannende Geschichte: Es ist vor allem die der jüdischen Familie Caro.

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Stanislaw Lem: Provokation

Als Band 740 erschien 1982 in der altehrwürdigen Bibliothek Suhrkamp ein kleines Bändchen mit einem Essay des polnischen Gelehrten Stanislaw Lem, in dem dieser das fiktive Werk des (ebenfalls fiktiven) deutschen Anthropologen und Historikers Horst Aspernicus, Band 1: Endlösung als Erlösung und Band 2: Fremdkörper Tod, bespricht. Von diesen beiden Bänden will ich hier kurz auf den ersten eingehen. Thema der Arbeit Aspericus ist die Genese und die Einordnung des Völkermords im Allgmeinen und insbesondere des Nationalsozialismus an den Juden.

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Andrea von Treuenfeld: In Deutschland eine Jüdin, eine Jeckete in Israel

Andrea von Treuenfeld, geb. 1957, hat in Münster Publizistik und Germanistik studiert und nach einem Volontariat bei einer Tageszeitung lange als Kolumnistin, Korrespondentin und Redakteurin für namhafte Printmedien, darunter Welt am Sonntag und Wirtschaftswoche, gearbeitet. Heute lebt sie in Hamburg und schreibt als freie Journalistin Biografien und Reportagen mit dem Schwerpunkt Israel, das sie regelmäßig bereist, seit sie Ende der siebziger Jahre zum ersten Mal in einem Kibbuz lebte und dort Menschen traf, die aus Nazideutschland geflohen waren.

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Buchtipp + Verlosung: Arno Lustiger: Rettungswiderstand

Rettungswiderstand nennt Lustiger die Bemühungen einzelner Menschen oder Gruppen, die ihre Nachbarn, Freunde und auch Fremde versteckt, ernährt und damit gerettet haben. Diesen heimlichen Rettern, vielfach unbekannten und bisher öffentlich nicht erwähnten Menschen mit Zivilcourage will Lustiger mit seiner Untersuchung ein Denkmal setzen. Nicht zuletzt deshalb, weil er sein Leben selbst solchen Rettungswiderständlern verdankt.

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Oliver Guez: Heimkehr der Unerwünschten. Eine Geschichte der Juden in Deutschland nach 1945

Oliver Guez hat ein ambitioniertes Projekt: Die deutsch-jüdische Geschichte will er rekapitulieren, angefangen beim Vorreiter jüdischer Assimilation und Bildungssucht Moses Mendelssohn bis hin zu Wladimir Kaminer, für den sein jüdisches Herkommen kaum mehr eine Rolle spielt. Die jüdischen Gemeinden in Deutschland wachsen, Synagogen und Gemeinden werden aufgebaut und die jüdische Stimme hat im politischen Diskurs Deutschlands im 21. Jahrhundert wieder eine hörbare Stimme. Ist das – nach Verfolgung und Ausrottungsbestrebungen der Nazis – nicht fast ein Wunder? Was hat die ehemals Verfolgten überhaupt dazu gebracht, in das Land ihrer Feinde und Häscher zurückzukehren?

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Götz Aly, Michael Sontheimer: Fromms

Redet man von Gummis, Kondomen, Präservativen, fällt einem immer auch der Begriff “Fromms” ein, ohne dass man jetzt auf Anhieb genauer sagen könnte, was oder wer hinter dem Namen steht. Nun, dem hilft dieses Büchlein, die Biographie des jüdischen Geschäftsmannes Julius Fromm (1883 – 1945), ab.

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Herbert Pundik: Die Flucht der dänischen Juden 1943 nach Schweden

Das Schicksal der dänischen Juden ist insofern sehr bemerkenswert, weil die allermeisten von ihnen dem der anderen europäischen Juden entgingen. In einer beispiellosen Aktion wurde ihnen die Flucht nach Schweden ermöglicht. Pundik beschreibt in seinen Ausführungen ausführlich – auch anhand von Einzelschicksalen – wie diese Flucht organisiert wurde.

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