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Menschen

Diese Kategorie enthält 13 Artikel

Eva Züchner: Der verbrannte Koffer

Stellt euch vor, ihr wollt eigentlich eine Kriminalgeschichte schreiben. Gerade seid ihr auf einen spannenden Kriminalfall aus dem Jahr 1938 gestoßen: Ein leichtes Mädchen ist grausam ermordet und dann verbrannt worden, zahlreiche Mitglieder der High Society kommen als Täter in Frage. Toll, denkt ihr, daraus lässt sich ein Berlin-Krimi mit “Dreißiger-Jahre-Touch” machen. Das dachte auch Eva Züchner. Aber einer der Liebhaber der Ermordeten Tilly A. ist Jude, und das Erforschen seiner Geschichte im Berlin der 1930er Jahre wird zu einer “Falltür im Boden der Geschichte”, die Züchner hinabsteigt. Und am Ende erzählt sie eine ganz andere, aber ebenso spannende Geschichte: Es ist vor allem die der jüdischen Familie Caro.

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Gad Granach: Heimat los! Aus dem Leben eines jüdischen Emigranten

Dieses hervorragende Buch basiert auf Gesprächen mit Gad Granach, die Hilde Recher, Henryk M. Broder und Michael Bergmann geführt haben, und bewahrt den Charme, den trockenen Humor und den gesunden Menschenverstand Granachs aufs Schönste. Gad Granach ist der Sohn des Schauspielers Alexander Granach und der bürgerlichen, politisch engagierten Martha.

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Lizzie Doron auf der Leipziger Buchmesse 2012

Bei meinem Besuch auf der Leipziger Buchmesse traf ich auch die israelische Schriftstellerin Lizzie Doron, die fast jedes Jahr in Leipzig ist und ihre Bücher vorstellt und ganz nebenbei ihr halbes Leben Revue passieren lässt. Und jedes Mal erfährt man ein bisschen mehr, da auch sie noch immer auf der Suche nach der ganzen Wahrheit über ihre Familie ist.

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Wibke Bruhns: Meines Vaters Land

Familiengeschichten von der Kaiserzeit bis zum Dritten Reich gibt es viele, aber nur wenige sind so gut belegt wie die von den Klamroths. Wibke Bruhns ist ihrer eigenen Familiengeschichte auf die Spur gegangen und hat sich die Frage gestellt, wie involviert ihre Familie wirklich in die Verbrechen des Dritten Reiches war. Bruhns Aufzeichnung der Familiengeschichte ist zugleich eine Suche nach ihrem Vater. Dieser wurde 1944 in Plötzensee im Zusammenhang mit dem Attentat auf Hitler am 22. Juni exekutiert. Sie war damals erst sechs Jahre und hat kaum Erinnerungen an ihn.

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Hans Keilson: Da steht mein Haus. Erinnerungen

Im April 2011 erschienen die Erinnerungen von Hans Keilson, des 1909 in Bad Freienwalde geborenen und 1936 aus dem nationalsozialistischen Deutschland in die Niederlande geflohenen Arztes und Schriftstellers. Keilson, in Deutschland wohl nur literarisch interessierten Menschen bekannt, erlangte mit seinen Romanen internationale Aufmerksamkeit und wurde 2010 von der New York Times als „one of the world’s greatest writers“ gefeiert.

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Andrea von Treuenfeld: In Deutschland eine Jüdin, eine Jeckete in Israel

Andrea von Treuenfeld, geb. 1957, hat in Münster Publizistik und Germanistik studiert und nach einem Volontariat bei einer Tageszeitung lange als Kolumnistin, Korrespondentin und Redakteurin für namhafte Printmedien, darunter Welt am Sonntag und Wirtschaftswoche, gearbeitet. Heute lebt sie in Hamburg und schreibt als freie Journalistin Biografien und Reportagen mit dem Schwerpunkt Israel, das sie regelmäßig bereist, seit sie Ende der siebziger Jahre zum ersten Mal in einem Kibbuz lebte und dort Menschen traf, die aus Nazideutschland geflohen waren.

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Buchtipp + Verlosung: Arno Lustiger: Rettungswiderstand

Rettungswiderstand nennt Lustiger die Bemühungen einzelner Menschen oder Gruppen, die ihre Nachbarn, Freunde und auch Fremde versteckt, ernährt und damit gerettet haben. Diesen heimlichen Rettern, vielfach unbekannten und bisher öffentlich nicht erwähnten Menschen mit Zivilcourage will Lustiger mit seiner Untersuchung ein Denkmal setzen. Nicht zuletzt deshalb, weil er sein Leben selbst solchen Rettungswiderständlern verdankt.

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Von der Außenseiterin zur Klassikerin: Käte Hamburger

Käte Hamburger war Philologin, Philosophin und Literaturtheoretikerin gleichermaßen. Ihr Wedergang ist durch Brüche gekennzeichnet, methodisch hat sie zu weitreichender wissenschaftlicher Diskussion angeregt, institutionell blieb sie marginalisiert und bekam bis zum Ende ihrer wissenschaftlichen Laufbahn keine ordentliche Professur. Trotzdem ist Hamburger besonders als Literaturtheoretikerin zur Klassikerin geworden und ihre Ansätze erweisen sich auch heute noch als aktuell.

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Oliver Guez: Heimkehr der Unerwünschten. Eine Geschichte der Juden in Deutschland nach 1945

Oliver Guez hat ein ambitioniertes Projekt: Die deutsch-jüdische Geschichte will er rekapitulieren, angefangen beim Vorreiter jüdischer Assimilation und Bildungssucht Moses Mendelssohn bis hin zu Wladimir Kaminer, für den sein jüdisches Herkommen kaum mehr eine Rolle spielt. Die jüdischen Gemeinden in Deutschland wachsen, Synagogen und Gemeinden werden aufgebaut und die jüdische Stimme hat im politischen Diskurs Deutschlands im 21. Jahrhundert wieder eine hörbare Stimme. Ist das – nach Verfolgung und Ausrottungsbestrebungen der Nazis – nicht fast ein Wunder? Was hat die ehemals Verfolgten überhaupt dazu gebracht, in das Land ihrer Feinde und Häscher zurückzukehren?

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Hannah Arendt: “Denken ohne Geländer”

„Ich gehöre nicht in den Kreis der Philosophen. Mein Beruf – wenn man davon überhaupt noch sprechen kann – ist politische Theorie“, so protestiert Hannah Arendt entschieden gegen die Zuordnung zu einer bestimmten Denkweise. Fragt man sich also, wie man das Werk Arendts beschreiben oder gar klassifizieren soll, so existiert darauf keine eindeutige Antwort. Zentral in diesem Zusammenhang ist Arendts eigener Begriff ihrer Schreibtätigkeit. Schreiben ist für sie ein Herstellungsprozess von Gedanken, die sonst weder in der Welt existent wären, noch Dauerhaftigkeit besäßen.

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Götz Aly, Michael Sontheimer: Fromms

Redet man von Gummis, Kondomen, Präservativen, fällt einem immer auch der Begriff “Fromms” ein, ohne dass man jetzt auf Anhieb genauer sagen könnte, was oder wer hinter dem Namen steht. Nun, dem hilft dieses Büchlein, die Biographie des jüdischen Geschäftsmannes Julius Fromm (1883 – 1945), ab.

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Margarete Susman: eine jüdische Intellektuelle

Susman gehörte weder einem intellektuellen Zirkel noch einer philosophischen Schule vollkommen an und bewegte sich mit ihrem vielschichtigen Werk außerhalb von Institutionen und Ideologien. Ihr gesamtes Denken und Schreiben ist stark heterogen. Sie war Teil jenes Beziehungsgeflechts deutscher und jüdischer Intellektueller, aus deren Werken das Denken der Moderne hervorging. So war sie Freundin und Zuhörerin vieler berühmter Zeitgenossen, als eigenständige Denkerin allerdings ist sie noch zu entdecken, zumal sie in allen von ihr gewählten Gattungen ungemein produktiv war.

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Das Freie Jüdische Lehrhaus

Das Freie Jüdische Lehrhaus ist aus der 1920 gegründeten Jüdischen Volkshochschule in Frankfurt am Main hervorgegangen. Franz Rosenzweig war der erste Leiter des Lehrhauses, ihm ging es in erster Linie um die Bewahrung und Herausbildung einer spezifisch jüdischen Kultur. Anders als zeitgenössische Zionisten war ihm diese gemeinsame kulturelle Grundlage des jüdischen Volkes wichtiger, als die Gründung eines jüdischen Staates. Im Glauben an die verbindende Kraft einer gemeinsamen Kultur wollte Rosenzweig mit seinem Lehrhaus jene assmilierten, gebildeten Juden wieder für das Judentum zurückgewinnen, die ihre intellelektuelle und spiriturelle Heimat nicht mehr im Judentum sahen.

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